Rhapsody in Blue

Igor Kamenz & pocket orchestra freiburg

Veranstaltungsdatum
17.02.2019 - 17:00 Uhr

Die Rhapsody in Blue ist eine der bekanntesten Kompositionen des US-amerikanischen Broadwaykomponisten George Gershwin. Das Stück wurde erstmals am 12. Februar 1924 in der Aeolian Hall in New York aufgeführt. Angekündigt wurde das Konzert unter dem Titel An Experiment in Modern Music. Bei der Uraufführung saß Gershwin selbst am Klavier.
Am 17.2. erklingt eine Fassung des Freiburger Komponisten Joachim Linckelmann, dargeboten vom Pocket Orchestra und dem Pianisten Igor Kamenz.

Das pocket orchestra freiburg hat sich auf Bearbeitungen größerer Orchesterwerke für kleine Besetzung, in erster Linie für Holzbläserquintett spezialisiert.
Die Besetzung des Holzbläserquintettes erweist sich durch die Klangvielfalt und Variationsmöglichkeitkeiten ihrer fünf verschiedenen Instrumente (Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott) geradezu als prädestiniert, großbesetzte Werke auch dem Bereich der Kammermusik zugänglich zu machen.
So können Werke, die normalerweise nur mit einem großen Orchester in einem großen Konzertsaal aufgeführt werden, auch in kleinerem und flexibleren Rahmen dargebracht werden.
Einige Arrangements verstehen sich auch in der Tradition unzähliger Harmoniemusiken des 18. und 19. Jahrhunderts, die ebenso den Anspruch hatten, auch demjenigen eine Oper näher zu bringen, der nicht die Möglichkeit hat, das Opernhaus zu besuchen.
Mit seiner flexiblen Programmgestaltung spielt das pocket orchestra freiburg nicht nur in herkömmlichen Konzertveranstaltungen, sondern umrahmt auch Festakte oder begleitet musikalisch eine Ausstellung. 

Igor Kamenz am Klavier gleicht einer Naturgewalt: Kraftvoll, mit Vehemenz und radikal holt der russische Pianist alles aus dem Tasteninstrument, was es herzugeben vermag. Schwierigstes Repertoire beherrscht er im Schlaf und wer ihn spielen sieht weiß: Hier sitzt ein ganz Großer am Flügel. 1968 wurde Igor Kamenz in Chabarowsk geboren und begann schon früh seinen musikalischen Werdegang. Dirigierstudium mit nur sechs Jahren, Violine und Klavierstudien folgten auf dem Fuß. Dirigentendebüt 1975 vor der Nowosibirsker Philharmonie mit keinem geringeren Stück als „Mit dem Paukenschlag“ von Haydn. Bei internationalen Wettbewerben, vorrangig am Klavier, wurde er quasi mit Preisen überschüttet. Mittlerweile hat er sich fast ausschließlich auf das Klavier konzentriert, vor allem auf die Werke russischer Spätromantik oder der Virtuosenliteratur des 19. Jahrhunderts. Klangwelten voller unglaublicher Schönheit, feinster Nuancierung und technischer Finesse schafft der Wunderpianist. Egal ob Liszt, Beethoven oder Schubert, dem Virtuosen Igor Kamenz reicht so schnell niemand das Wasser. Mit beispiellosem Reichtum an Farben, Melodien und Gefühlen bringt Igor Kamenz auch das schwierigste Repertoire auf die Tasten. In Dur, in Moll, jede stilistische Wendung fein herausarbeitend, die verschiedenen Gefühle transportierend und dabei immer das Werk und nicht selbst in den Vordergrund spielend: Igor Kamenz begeistert vom leisesten Pianissimo bis hin zum gewaltigsten Forte.