„Kurzstreckenflüge nur noch für Insekten!“

Wollen wir endlich anfangen mit dem Klimaschutz??? – Ein Generationengespräch

Veranstaltungsdatum
15.10.2019 - 18:00 Uhr

 

 

“Why should I be studying for a future that soon may be no more, when no one is doing anything to save that future?” (Greta Thunberg).

Fakt ist: Es bleibt kaum Zeit, die Erderhitzung auf max. +1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Spätestens seit dem Klimaschutzabkommen von Paris 2015 ist klar, dass sonst Gletscher und Polkappen weiter schmelzen, Meeresspiegel dramatisch steigen, Dürregebiete zunehmen, Unwetterereignisse die Regel werden. Die Gefahr, dass Kipp-Punkte (Golfstrom, Permafrostböden) unser System explosionsartig „außer Kontrolle“ bringen, steigt mit jedem Tag, an dem wir einfach weitermachen wie bisher: „Kollektiver Suizidversuch“, sagt Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung PIK – einer, der es wissen muss.

Die Schuld an der Klimakatastrophe haben wir Menschen, hat unser CO2-Ausstoß in die Atmosphäre, insbesondere durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas – massiv auch in Deutschland. Die entstehenden Klima- und Umweltschäden aber sind global, sie betreffen alle, weltweit.

Am 20.09.2019 beschloss die Generalversammlung der Vereinten Nationen, weitere Maßnahmen in Sachen Klimaschutz voranzutreiben. Zugleich tagte das lang angekündigte „Klimakabinett“ der Bundesregierung – unter maximalem Druck, endlich weitergehende politische Schritte für ein klimaneutrales Deutschland einzuleiten: Es war wieder Streiktag von #FridaysForFuture, weltweit.

Bisher wird CO2 vom Verursacher weitgehend kostenlos in die Atmosphäre abgegeben – wie unser Plastikmüll ins Meer. Das Gebot der Stunde: eine drastische Reduktion der Kohlendioxid-Emissionen. Alternativen gibt es genug, etwa: „Nettonull bis 2035“, „Kohleausstieg bis 2030“, „100% Erneuerbare“, ein Preisschild an jeder Tonne CO2 wie „180€/t CO2-Steuer auf Treibhausgas-emissionen“ – alles eindeutige Forderungen von FfF.

Fundierte und umsetzbare Vorschläge, für die „die Alten“ nur zu träge seien („die wollen alle einen SUV“) – oder unausgegorene Fantasien „der Jungsters“, denen es an Lebenserfahrung fehle („die haben ja auch noch nie eine Stromrechnung bezahlt!“)?

Statt sich beim Klimaschutz in einem Generationenkonflikt zu verkämpfen, sollten wir unser aller Kräfte bündeln. Die Referentinnen dieses Abends sind deshalb auch nicht zufällig ausgewählt: „Jünger“ trifft „Älter“. Zunächst wird eine Vertreterin von FridaysForFuture die wichtigsten Forderungen der Bewegung begründen, ihre Aktionen vorstellen und zum Machen aufrufen. Anschließend wird eine bereits seit vielen Jahren in Sachen Erneuerbare Energien und Klimaschutz Engagierte von Aktionen, Erfolgen, aber auch Rückschlägen berichten.

In einem moderierten Podiumsgespräch werden die beiden dann ihre Arugumente austauschen. In der anschließenden Diskussion können wir dann alle gemeinsam streiten – und aufeinander zugehen, voneinander lernen und uns stärken. Denn eines ist sicher:  Klimaschutz ist Generationenaufgabe!

Dr. Helmut Paschlau, U&A  

 

 

  Ursula Sladeck, Quelle: CO2-Abgabe e.V.    

  Dr. Helmut Paschlau, Foto: privat

 Florian Diez, Foto: privat

 

Wer?
Florian Diez und N.N.
, Vertreter*in von „Fridays For Future“, Freiburg
Ursula Sladek, Mitgründerin der Elektrizitätswerke Schönau (EWS), Preisträgerin Deutscher Umweltpreis 2013, Beirätin im „CO2-Abgabe e.V.“
Dr. Helmut Paschlau, Umweltschutz&Abfallwirtschaft (U&A), Energiekommission München

Wann?
Donnerstag, 15.10.2019, 18:00–20:00 Uhr                                             

Wo?
Humboldtsaal (Dachgeschoss), Humboldtstraße 2, 79098 Freiburg im Breisgau
(ÖPNV: Straßenbahn „Holzmarkt“ oder „Bertoldsbrunnen“, www.humboldtsaal.de/

Eintritt?
ist frei